Brand-Experte rät zu Inventarlisten

Keinem wurde es langweilig, als Versicherungsberater Dieter Olejar am Beispiel des Kirchheimer Brandes am Neujahrstag die einzelnen Schritte zur Abwicklung des Versicherungsfalles aufzeigte. Selbst der damals schwer verletzte Eigentümer, dessen Haus völlig ausgebrannt war, ergänzte Sachverhalte und bereicherte so noch zusätzlich den Informationsabend der Unabhängigen am Freitagabend. Eingängige Tipps zur Vermeidung von Bränden hatte zunächst Denis Doms parat: Oft lösen Kurzschlüsse an Elektrogeräten, brennende Kerzen oder vergessenes Essen auf dem Herd Unglücke aus. Er riet eindringlich zu Rauchmeldern und warnte vor dem Einatmen des Rauchgases. „Wenn Sie können, verlassen Sie den Brandort und schließen Sie dabei die Türen“, so sein Appell. „Und was passiert eigentlich nach einem Brand?“ fragte Dieter Olejar. Da kommen nicht nur die Rettungskräfte sondern auch die Staatsanwaltschaft, der Versicherer und seine Gutachter, der Chemiker, die Brandsachverständigen und die Realgläubiger, in der Regel die Banken. „Und erst jetzt liest ein Versicherungsnehmer seine Versicherungsverträge“, kommentierte er trocken. Die Zuhörer schmunzelten und nickten zustimmend. Denn wer hat schon Lust auf schwierig zu verstehende, seitenlange Vertragsinhalte? „Es muss aber sein“, betonte Olejar. Notfalls solle man sich Hilfe holen um dann auch klar zu kommen mit Gebäude- und Hausratversicherung. Er riet dazu, beide Versicherungen bei der gleichen Versicherung abzuschließen um die Ausgleichszahlungen untereinander problemlos lösen zu können. Und ganz wichtig: Versicherungsangebote sollten nicht allein nach der Versicherungsprämie bewertet werden. „Auf die Leistung kommt es an“, sagte Olejar. Ein spannender Punkt bei allen Schadensfällen ist es nachzuweisen, was alles verbrannt ist. „Wie viele Haushaltsgegenstände haben Sie?“ fragte Olejar. Seine Antwort: Zwischen 4000 und 8000 Stück sammeln sich im Lauf der Jahre in jedem Haushalt an. Und darüber müssen die Versicherungsnehmer unbedingt eine Inventarliste mit Nachweis der Anschaffungskosten anfertigen und am besten alles fotografieren. „Und wenn die Liste dann auch verbrennt?“ fragte ein Zuhörer sofort. „Die Liste schicken Sie digital zu ihrem Versicherer und lassen sich den Eingang und die Summe bestätigen“, riet Olejar. Am besten alle zwei Jahre. Ein Stöhnen und ungläubiges Kopfschütteln ging durch die Zuhörerreihen. Doch so kann die Schadenssumme hinterher richtig ermittelt werden. Und vorher hat der Versicherungsnehmer die Sicherheit, nicht zu wenig versichert zu haben. „Sie sollten immer den Neuwert sowohl des Gebäudes wie auch des Hausrats versichern“, so Olejar. Diese und andere Tipps hat Dieter Olejar in einer Präsentation festgehalten. Sie können diese untenstehend herunterladen.

 

Vortrag vom 28.03.2019 (pdf)

Vortrag vom 28.03.2019 (pdf; 8 MB)

 

Inventarliste Haushalt (pdf)

Inventarliste Haushalt (pdf)

 

Vorlage DIN 276 (pdf)

Vorlage DIN 276 (pdf)

 

Musterberechnung DIN 276 (pdf)

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